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Piemont Weine, Spirituosen, Feinkost und Anbauregion

Eckdaten Anbaugebiet Piemont
Hauptstadt: Turin
Einwohnerzahl: 4.392.000
Fläche: 25.402 km²
Rebfläche: 54.800 ha
Klima: Mild, in den Sommermonaten wird eine maximale Temperatur von 29°C erreicht, in den Wintermonaten ist es recht kühl und es muss mit Minusgraden gerechnet werden, außerdem wird viel Niederschlag gemessen
Lage: Piemont liegt am Fuß der Alpen und grenzt im Westen an Frankreich und im Norden an die Schweiz. Das Piemont ist flächenmäßig die größte Region des italienischen Festlandes und liegt im Nordwesten Italiens
Rebsorten: Nebbiolo, Barbera, Dolcetto, Bonarda, Cortese, Arneis, Chardonnay
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Piemont - Eine arme Region mit tollem Klima

Die Region Piemont war einst eine sehr arme, konnte sich durch ihre tollen Reben aber inzwischen zu einer wirtschaftlichen erfolgreichen hocharbeiten. Wer im Weinsegment unterwegs ist und den Namen der Region hört, denkt sofort an den Barolo oder Barbaresco. Durch ihren Erfolg in den 80er Jahren sind diese inzwischen sehr beliebt und rar, weshalb sie von vielen gesucht werden. Selten sind Anbauregionen topographisch so vielfältig wie Oberitalien. Durch die Lage am Fuß der Alpen, was sich schon im Namen der Region Piemont, übersetzt "am Fuß der Berge", widerspiegelt, ist das Gebiet unter besonderen klimatischen Bedingungen anzutreffen. Die Gebirge halten Unwetter aus dem Norden ab, im Süden liegen die Flüsse Po und Tanaro und der Lago Maggiore, die das Klima zum Wohl der Reben abmildern. Das Klima ist insgesamt gemäßigt kontinental, mit warmen Sommern, die allerdings nicht glutheiß sind. Dieses ist hervorragend für die spät reifende Nebbiolo-Rebe geeignet. Nach der Toskana stammen aus dem Piemont die meisten Spitzenweine Italiens.

Das Gebiet des Piemont, das im Norden und Westen von den Alpen und im Süden vom Apennin begrenzt wird, flacht nach Osten hin ab. Schon früh wurde das Potenzial der Region für den Weinbau erkannt. So breitete der Weinbau sich fast über das ganze Piemont aus, doch besonders die hügeligen Gebiete waren perfekt geeignet. Die bekanntesten sind Cueno, Asti, Alessandria, Langhe und Monferrato. Dort kommen heute die besten Weine der Region her. Das besondere hierbei ist, dass jedes Gebiet ein eigenes Mikroklima besitzt und sich in Böden unterscheidet. Daher unterscheiden sich auch die diversen Bereiche voneinander, obwohl sie in unmittelbarer Nähe liegen.

Auch in der Qualität ist die Vielfalt vertreten. Die Region besitzt die meisten DOCG- und DOC-Gebiete Italiens. Dies zeugt von der Hochwertigkeit der Weine aus dieser Region. In Piemont sind über 100 Rebsorten zugelassen. Hauptsächlich werden hier Rotweine gekeltert, doch auch die Weißweine sollte man nicht verachten. Denn hier aus dem Piemont stammt die bekannte Moscato-Rebe, ein weißer Vertreter der Trauben. Die wichtigsten weißen Trauben sind Moscato, Cortese, Arneis, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Bei den Roten hingegen sind es Barbera, welcher ungefähr 50% der Gesamtfläche beansprucht, Dolcetto und Nebbiolo ganz vorn mit dabei. In Piemont wachsen auch viele unbekannte allerdings alteingesessene Trauben. Diese stammen zum Teil von uralten Reben, die schon mehrere Jahrhunderte miterlebt haben.

Barbera und Nebbiolo- Superstars aus dem Piemont

Die Nebbiolo-Traube gedeiht besonders gut auf kalkreichem und lehmigem Verwitterungsboden im Südwesten der Stadt Alba im hügeligen Gebiet der Langhe. Diese ist eine autochthone Rebsorte, die für den Barolo verwendet wird. Sie wird für den mächtigen und gerbstoffhaltigen Barolo und den Barberesco, der etwas elegantere Wein von beiden, verwendet. Der Barolo wird auch der Wein der Könige genannt, da er im 18. Jahrhundert das Königshaus der Savoyen überzeugte. Dieser bekam in den 1980er Jahren allerdings ein Image-Problem, weshalb die Barolo-Boys den Wein neu aufsetzten. Der Legende nach stieg der Winzer Elio Altare mit einer Kreissäge in den Keller und zersägte die alten Weinfässer. Sie führten einen modernen Stil ein, der eleganter war und eine frühere Trinkbarkeit mit sich brachte. Dadurch schossen auch die Preise in die Höhe und Piemont war wieder voll im Weingeschäft.

Der Barolo gibt sich im Mund mit einem vollen Körpergefühl. Er muss drei Jahre lang reifen, davon 18 Monate im Eichenfass. Trotz allem reift er nochmal in der Flasche, bevor er sein volles Aroma ausspielen kann. Der Barbaresco, der etwas schlankere Wein, weist einen fruchtigen und leichteren Charakter auf. Er muss "nur" zwei Jahre reifen und davon 9 Monate im Eichenfass. Den Erfolg kann man auf das einzigartige Terroir zurückführen. Die Trauben wachsen in 150 - 600 Metern Höhe auf kalkhaltigem Mergel und Sandstein. Der Barbera, die zweitwichtigste Rotweinsorte des Piemonts, wurde schon seit dem Mittelalter angebaut und verstärkt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kultiviert. Sie besaßen schon zur Massenproduktion wenige Tannine, dafür allerdings umso mehr Säure. Dies schädigte den Ruf, welcher nach dem Pansch-Skandal komplett im Morast lag. Da das Image eh schon zerstört war, versuchten sich Winzer daran, dem Wein eine Frischekur zu verpassen. Die Erträge wurden reduziert, der Wein wurde einer malolaktischen Gärung unterzogen, wodurch die Säure abgemildert wurde, und bauten sie in Barriquefässern aus. Die Weine stiegen ruckartig wieder empor und überzeugten durch Konzentration, Frucht und Harmonie. Begleitet von intensiven Pflaumen- und Kirscharomen werden sie meist sortenrein ausgebaut. Kaufen Sie jetzt Weine aus dem Piemont günstig auf buonsapore.de!

Spezialitäten aus dem Piemont

In Piemont finden Sie Weine, Trüffel, Nüsse, Käse als auch Fleisch und Pasta in verschiedensten Variationen. Insgesamt gibt es im Piemont 8 DOC-Käsesorten. Der Fontina ist von außen fest, innen allerdings weich. Er ist perfekt für Käsefondues, welche in Piemont auch auf der Speisekarte vertreten sind. Der Toma wird oft für Risotto verwendet. Fleisch spielt in der Küche von Piemont eine entscheidende Rolle. Bekannt ist zum Beispiel als zweiter Gang der Spezzianto al Barolo, bei dem Rindfleisch in den bekannten Barolo-Wein eingelegt und geschmort wird. Auch die Leberpastete oder Kaninchen landet gern mal auf dem Teller, zum Beispiel als Coniglio ai peperoni, was übersetzt "Kaninchen mit Paprika" bedeutet. Ebenfalls beliebt: Salami mit weißen Trüffeln oder die Salsiccia di Bra. Lebermortadella oder verschiedene Salamispezialitäten wie die Salame di patate, eine Kartoffelwurst, sind hier ebenfalls anzutreffen. Wer Süßigkeiten liebt, kann sich an Nougatpralinen (Gianduiotto) und Spritzgebäck (Bicciolani) erfreuen. Klassisch und bekannt sind die Amaretti, Bittermandelplätzchen, die man auch flott selbst backen kann. Insgesamt ist die Küche so vielfältig wie die Weinkarte und wir haben hier nur ein paar Gerichte aufgelistet. Am besten besuchen Sie das Piemont selbst und verbringen so viel Zeit wie möglich dabei, die Speisen und de